Der NRW-Express ist pünktlich und leer - an das letzte Mal in diesem Zustand kann ich mich gar nicht mehr erinnern- und im Nu bin ich am Flughafen.
Der airberlin-Schalter ist ein erstes Erlebnis. Eine Familie (Vater, Mutter & Sohn) wagen es ein Foto zu machen, was die Angestellte nah an einen Wutausbruch bringt und sie drohen lässt, die Bundespolizei zu holen, wenn sie nicht freiwillig das Foto löschen. Die Vorgesetzte muss in jedem Fall hinzugezogenen werden. Die Kollgin am Nachbarschalter ist kaum besser drauf, in scharfem Ton fragt sie "Wer gehört hier alles zusammen?", um dann die übrigen Reisenden darauf hinzuweisen "Da hinter der Linie warten!". Es scheint für einen Samstag Morgen einfach noch zu früh für gute Laune zu sein.
Judith wartet schon am Gate und es geht pünktlich los nach Miami. Das nächste Highlight dann im Flieger als Judith es nach drei Stunden Flug und erst einem Becher zu trinken wagt, nach hinten in die Küche zu gehen und zu fragen, ob sie etwas zu trinken bekommen kann. Das wird von der Stewardess nur mit einem "Ist es dringend?" erwidert, sie würden gleich mit dem Service starten. Die Deutschen haben den Kundenservice halt einfach nicht erfunden. :) Umso größer die Vorfreude auf ein paar Stunden in den USA, dem Königreich ebendiesen.
Los Wochos gibt es nun übrigens auch schon bei airberlin. Möglicherweise handelt es sich um eine verdeckte Kooperation mit McDonald's. :)
Die fünf Stunden Zwischenstopp in Miami bieten genug Zeit für ein leckeres mexikanisches Abendessen und dann geht es mit einer Stunde Verspätung weiter nach Costa Rica.
Um 4:45 Uhr deutsche Zeit (also bereits SO) landen wir endlich in San José. Am Flughafen wartet dann auch schon unser Fahrer mit Namensschild, ein klein bissl VIP-Feeling kommt auf. :)
Um 6 Uhr deutsche Zeit, also nach 24h auf den Beinen falle ich dann endlich glücklich in mein Bett. Buenas noches!


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