Friday, April 24, 2015

Typisch Costa Rica

1. Pura vida! Diesen Ausdruck hört und liest man in Costa Rica ständig. Wörtlich übersetzt bedeutet er "Pures Leben", wird aber auch gern als "gut", "super" oder als Abschiedsgruß verwendet.
2. "Con much gusto!" sagen die Costa Ricaner statt wie die Spanier "De nada" als Bitteschön. Ich finde das Motto super, man sollte viel mehr im Leben mit viel Gefallen tun, wenn man es nicht gleich als Lebensmotto nimmt. ;)
3. Überall kann man Land kaufen. Egal wo man langfährt sieht man "se vende"-Schilder. Man kann glatt den Eindruck bekommen, ganz Costa Rica steht zum Verkauf. Finca in Costa Rica gefällig?!:)
4.  Adressen gibt es so gut wie keine, Hotels und Sonstiges findet man trotz Navi nur mit suchen und fragen, da man im Navi meist nur die Stadt eingeben kann und dann zur Stadtmitte geschickt wird. Wegbeschreibungen behelfen sich mit Landmarken, was oft jedoch auch nicht unbedingt hilfreich ist, da Schilder von Hotels, Restaurants u. ä. oft kleiner als erwartet sind oder gleich ganz fehlen. 
5. "Die" Kaffeemarke hier ist Rey, "die" Biermarke Imperial.
6. Es gibt unglaublich viele Straßen, die unbefestigte Schotterpiste sind. Allradantrieb kann nie schaden, das Gute ist allein schon die Tatsache, dass diese Autos etwas höher liegen und nicht gleich bei jedem Schlagloch oder bei jeder steil asphaltierten Einfahrt aufsetzen.
7. Es gibt in Costa Rica kaum Mülltonnen, stattdessen sind vor fast allen Häusern Gitterkästen aus Metall, in die die Müllsäcke gelegt werden.
8. Tiere sieht man überall und man muss nicht  mal in einen Nationalpark, um Kapuzineräffchen, Brüllaffen oder sonstige Tiere, die man sonst nur aus Zoos kennt, zu sehen.
9. An den Straßen sieht man überall sogenannte Sodas, eine Mischung zwischen Schnellimbiss und Restaurant.
10. Pinto Gallo. Dieses Reis und Bohnengericht ist sozusagen das Nationalgericht Costa Ricas und wird in jedem Hotel schon zum Frühstück serviert.

Tuesday, April 21, 2015

Costa Rica - Manuel Antonio: Der perfekte Strandtag mit Parasailing

Tier des Tages: Kapuzineräffchen
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Nach der langen Autofahrt gestern wollen wir heute nochmal relaxen. Die Hotelmappe sagt, wir seien nur eine Meile vom Strand. Perfekt!
Es gibt nur eine Straße, so dass das Suchen heute mal entfällt. :) 
Wir suchen uns ein Schattenplätzchen und machen es uns gemütlich. Regelmäßig abkühlen im Pazifik, lesen und auf's Meer schauen - so läßt such das pura vida aufhalten. 

Irgendwann haben wir hinter uns in den Bäumen eine ganze Kolonie Kapuzineräffchen, denen wir beim Spielen, Käbbeln und Klettern zusehrn können. Ich bin immer wieder fasziniert, wieviele Tiere man hier täglich zu sehen bekommt.

Auch beim Mittagessen im Restaurant nahe unseres Hotels sind hinten in den Bäumen Kapuzineräffchen unterwegs, einer wagt sich sogar zu Bar vor. :)

Wir beobachten nebenbei am Strand noch einige Parasailer und kurz entschlossen probieren wir das auch. 

Es ist gigantisch! Beim Start ist man ganz schnell und sanft in der Luft und dann sitzen wir wie auf zwei Schaukeln nebeneinander und haben die tollste Aussicht. Die Sonne glitzert auf dem Pazifik, unter mir sehe ich einen Rochen schwimmen und als uns das Boot in die Nachbarbucht gezogen hat, haben wir den perfekten Ausblick auf die Buchten und Strände des Nationalparks Manuel Antonio. Einfach gigantisch! 

Bis zum Sonnenuntergang kann ich mich danach super in den Wellen vergnügen. Einfach herrlich!


Abends testen wir dann das Restaurant "El Avion", was ein amerikanisches Militärflugzeug von 1954 zur Bar umfunktioniert hat und wo der Aufzug für das Essen aussieht wie eine Rakete. Sehr cool!

Sunday, April 19, 2015

Costa Rica - Puerto Viejo --> Tapantí

Heute müssen wir die schöne Karibikküste leider schon wieder verlassen; Ziel ist die Pazifikküste mit einer Nacht Zwischenstopp in den Bergen, da die Fahrt für einen Tag zu weit ist.

Da wir bislang noch keine Faultiere gesehen haben, beschließen wir unterwegs im Costa Rica Sloth Sanctuary anzuhalten, um uns die Kerlchen mal näher anzusehen. Zuerst treffen wir auf Buttercup, der ersten Bewohnerin des Sanctuary. Sie schläft, hebt dann den Kopf, macht die Augen kurz auf, um sie gleich darauf wieder zu schließen. Der Kopf scheint so schwer, dass er auch gleich wieder sinkt. So erklärt sich also der Name. :)


Zunächst machen wir eine Kanutour in die hinter dem Sanctuary gelegenen Kanälen, wo wir ein kleines Krokodil, Fledermäuse, einen Kaiman, Echsen, Krabben und einige Vögeln sehen. Am Ende paddeln wir dann noch am Spielplatz für Babyfaultiere vorbei. Die Kerlchen sind ganz schön aktiv! Eine Pflegerin ist nur damit beschäftigt, sie wieder einzusammeln und wieder auf das Klettergerüst zu hängen. Sehr lustig anzuschauen!

Im Andchluss folgt dann die Faultiertour und wir lernen eine ganze Menge über sie:
* in Costa Rica sind zwei Arten heimisch, das Zwei- und das Dreifingerfaultier
* beide Arten haben 3 Zehen
* Babies bleiben ein Jahr bei der Muttern, um alles zu lernen, z. B. wie man klettert oder welchen Pflanzen sie fressen können und welche nicht
* kommt ein Baby aus irgendeinem Grund früher von der Mutter weg, ist es in der Wildnis nicht überlebensfähig und bleibt sein ganzed Leben im Sanctuary
* Faultiere werden zwischen 35 und 40 Jahre alt
* sie gehen nur einmal pro Woche auf Toilette. Dazu klettern sie von den Bäumen und verlieren beim Geschäft bis. zu 1/3 ihres Körpergewichts. Keine halben Sachen! :)


Zum Schluss geht's dann noch in den Faultierkindergarten, wo die Babies aufgezogen werden.

Wirklich putzig!

Danach geht die lange Fahrt weiter, wieder in die Berge. Auch heute sind sowohl Ort als auch Hotel nicht leicht zu finden. Den Ort kennt das Navi nicht mal. :) Es ist bereits dunkel als wir immer noch über eine schlaglochübersähte Schotterpiste juckeln. Schilder hängen in Costa Rica immer nur dann, wenn es nur geradaus weitergeht - wenn sie an Weggabelungen hingen, wäre ja die Herausforderung hinfällig. :) Zum Schluss geht es nur noch einen ganz schmalen super steilen Pfad rauf ohne dass wir sicher wissen, ob wir auf dem richtigen Weg sind. Mir wird es zu heikel, der Gedanke hier im Zweifel rückwärts wieder runter zu müssen ist der blanke Horror. Ich wende an der letzmöglichen Stelle mit kleiner Einfahrt. Zum Glück! Es stellt sich nämlich heraus, daß unsere Lodge am Fuße des schmalen steilen Schotterweges liegt. Ich hab für heute, und wohl auch für morgen :), genug vom Autofahren!

Die Unterkunft war uns im Infogespräch am ersten Tag als einfach beschrieben worden, manchmal rieche es etwas feucht. Damit hätte ich für eine Nacht keinen Stress gehabt.

Als wir ins Zimmer kommen, sehen wir sofort, dass es einfach ist. Die Farbe blättert von den Wänden, die Möbel sind ziemlich abgeschrabbelt und dann kriegt Judith fast eine Panikattacke. Sie hat an der Tür eine fette schwarze Spinne entdeckt. Ich rücke ihr mit Haarspray zu Leibe. Sorry, Spinne, aber ich mag mir das Zimmer auch nicht teilen. Judith meint, sie tut in diesem Zimmer kein Auge zu und sagt der Besitzerin Bescheid, als sie ihr bestelltes Käsesandwich abholen geht. Die Besitzerin kommt mit einem Besen und fegt die nach der Haarsprayaktion eh nicht mehr wirklich fitte Spinne weg. "It's nature." meint sie lachend und denkt sich wahrscheinlich, sie hat die größten Diven aller Zeiten zu Besuch. :) Kaum ist sie weg entdeckt Judith die nächste Spinne in einer Ritze der Tür, es scheint eine ganze Kolonie zu sein. Wir überlegen, was wir tun. Wieder abreisen ist keine Option, vom nächsten Ort trennt uns eine viel zu lange Schotterpiste. Bleibt also nur im Zimmer mit Mückennetz zu schlafen oder im Auto. Wir entscheiden uns die Autovariante zu testen, ich auf der Rückbank, Judith auf dem runtergeklappten Beifahrersitz. Bequem ist anders, aber besser als einer Spinnenfamilie ausgesetzt zu sein. Das wird die spannendste Nacht in Costa Rica. ;)

Saturday, April 18, 2015

Costa Rica - Porto Viejo: Ein Tag am karibischen Meer

Tier(e) des Tages: grün-schwarzer Giftpfeilfrosch und Brüllaffen, beide auf unserem Hotelgelände gesehen (Fotos kommen noch, die sind auf der großen Kamera).
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Ich wache wieder früh auf, erst hört man laute Vögel, später auch Brüllaffen. So ist das eben im Dschungel. :)
Nach dem Frühstück mit leckeren frisch zubereiteten Pancakes buchen wir zuerst eine Schildkrötentour für heute Abend um 7, denn Schildkröten hatten wir im Tortuguero Nationalpark nicht gesehen.

Dann machen wir uns auf nach Manzanillo, ganz an der südlichen Spitze. Kilometerlange Traumstrände mit wenig Menschen. Was will man mehr? Wir parken das Auto am Straßen- bzw. Strandrand :) und bleiben dort den größten Teil des Tages. Zwischendurch gibt's Mittagessen im Cool and Calm Café. Dieser Name beschreibt die Atmosphäre perfekt - man hört karibische Klänge und natürlich Bob Marley, überall sind Leute auf Cruiser Bikes unterwegs und man hat diesen Ausblick:

Friday, April 17, 2015

Costa Rica - La Fortuna --> Guapiles --> Tortuguero

Der Wecker klingelt um 4 Uhr, denn um 4:30 Uhr müssen wir auf der Straße sein, um pünktlich zum Frühstück um 7:30 Uhr am Restaurant in Guapiles zu sein, von wo aus wir dann nach Tortuguero verschifft werden. Urlaub eben. :) Man hatte vor Fahren im Dunkeln gewarnt, aber alles halb so wild. Es ist wenig los und nach nicht mal einer halben Stunde Fahrt beginnt bereits die Morgendämmerung. Die Costa Ricaner sind früh auf den Beinen, was ich in Mittelamerika gar nicht erwartet hatte. Wir sehen Schulbusse und Leute auf dem Weg zur Arbeit. Es scheint hier eine Art Arbeitsuniform zu geben, zumindest sind alle Männer in Jeans, T-Shirt, Cäppie und Gummistiefeln unterwegs. :) 

In Guapiles sind wir schon um 7:15 Uhr, aber dann kommt ja erst die größte Hürde: die Suche nach dem Restaurant. Es gibt in Costa Rica so gut wie keine Adressen, die Beschreibung, die wir bekommen haben ist auch wenig hilfreich und wir kennen den gesamten Ort, bevor wir es nach dem zweiten Mal fragen endlich finden. Das Restaurant hat kein Schild, es gibt nur ein Gate, bei dem man halten muss. Das konnte man ja nicht ahnen. 

Wir sind leicht verwirrt. In einem großen Saal ist für ca. 80 Leute zum Frühstück eingedeckt, aber wir sind alleine da. Dann kommt der erste Touribus, aber alle verschwinden woanders. Nach und nach kommen dann einzelne Leute mit ihrem Tourguide, nur wir haben keine Ahnung, wohin wir gehören. :)

Irgendwann kommt dann jemand auf uns zu, der uns auf der Liste hat. Im großen Reisebus mit drei Reiseleitern geht's weiter zum Bootsanleger und wir kommen in den vollen Genuß einer Pauschal- Großgruppenreise. Fortan wird alles auf Spanisch, Englisch und Deutsch erläutert. Ellen, die Reiseleiterin der deutschen Gruppe erklärt dann sogar noch, wo man auf's Klo gehen und wo man Wasser kaufen kann. Und man solle dich unbedingt den Fotoapparat mit auf's Klo nehmen, das sei so schön. :) Es geht einen Großteil der Strecke mal wieder über Schotterpiste, die Massagestrecke, wie Ellen meint.

Am Bootsanleger laden wir das Gepäck um auf's Boot und der spannende Teil der Anreise beginnt - wir schlängeln uns auf einem schmalen Kanal durch den Urwald und sehen gleich zu Beginn rechts am Ufer ein Krokodil. Bis zur Lodge ist es ca. eine Stunde Bootsfahrt.

Nachmittags geht rüber auf die andere Flussseite nach Tortuguero Stadt, eher klein. Zum ersten Mal sehen wir das Karibische Meer, denn die Stadt liegt auf einem schmalen Landstreifen zwischen Fluss und Meer. Der Strand ist wunderschön!




Costa Rica - Tortuguero --> Puerto Vieja de la Talamanca

Tier(e) des Tages: Affen

Der Wecker klingelt heute erst um 5 Uhr, es war also Ausschlafen angesagt. :) Es regnet in Strömen, aber unser Guide Fernando hat ja gesagt, wir fahren auf jeden Fall. Also schnell fertig machen, noch eben einen Kaffee holen (den gibt's im Hotel zum Glück 24h am Tag) und dann zum Boot. Als erstes werden an alle Regencapes verteilt, was auch gut so ist, sonst wären wir sofort völlig durchnässt gewesen. So ein Tropenregen kann was.  Aber es lohnt sich: wir sehen Kaimane, diverse Vögel und Kapuziner- sowie Klammeraffen.
Nach der Rückkehr gibt es Frühstück und dann müssen wir auch schon packen, denn unser Boot zurück geht um 9:15 Uhr. Während wir also mit unserem Gepäck am Bootssteg warten gibt es dann die beste Show bislang: eine Gruppe Brüllaffen schwingt sich über uns durch die Bäume. Einer sogar mit Baby auf dem Rücken, dafür war ich allerdings leider nicht schnell genug mit der Kamera.
Wir freuen uns unser Auto wieder zu haben und der Gruppenreise  damit zu entkommen. Weiter geht's auf der 32, es geht recht zügig vorwärts, vorbei an Ananas- und Bananenplantagen - jetzt wissen wir, woher DelMonte, Dole und Chiquita kommen und in Limón werden sie dann auf Reisen geschickt - gefühlt besteht die Stadt nur aus Containerern und Brummis, die sie auf- bzw. abladen. Wir wechseln auf die 36 und sehen endlich das Meer. Die Straße wird gerade neu gemacht, wir müssen warten. Hier ist man gern auch mal mit Machete unterwegs, wie wir bei unserem Vordermann sehen. Damit werden hier die Pflanzen am Straßenrand gemäht.

Die Strände sehen überall atemberaubend schön aus. Wir stoppen in Cahuita, was mir ein Kollege empfohlen hatte, und essen Guacamole mit Blick auf's Meer. 


Besser geht's nicht. Doch! Wir lesen im Lonely Planet, dass es auf der anderen Seite des Ortes einen Stand gibt, an dem man auch schwimmen kann. Der ist schnell gefunden, nicht ohne ein kleines Stück Schotterpiste :), rein in den Bikini und ab ins Meer. 

Britta, Dein Handtuch war heute zum ersten Mal am Strand ;)

Besser geht's nicht. Pura Vida!

Wednesday, April 15, 2015

Costa Rica - La Fortuna: Der Arenal im Nebel

Tier(e) des Tages: Tukan und Pfeilgiftfrosch.
Dass Vulkane schnell im Nebel verschwinden können, wissen wir seit Tag 1 und auch heute hat sich der Arenal den ganzen Tag nicht vollständig gezeigt, mindestens die Spitze war immer wolkenverhangen. Einen Ausflug in den Nationalpark haben wir uns deshalb gespart und haben den Tag stattdessen zum Relaxen genutzt. Das Hotel hat eine ausgiebige Poollandschaft, in der man auch einen vernebelten Tag mit Regengüssen gut verbringen kann.

Außerdem gibt es auf dem Hotelgelände noch eine Krokodilstation, einen Schmetterlingsgarten, einen Froschgarten und eine Ameisenfarm.

Tuesday, April 14, 2015

Costa Rica: Monteverde --> La Fortuna:

So wie wir nach Monteverde gekommen sind, müssen wir auch weiter: zwei Stunden Geschuckel über Schotterpisten, bei dem wir das erste Mal den Allradantrieb nutzen. Im zweiten Gang zu fahren ist schon das höchste der Gefühle, meistens bleibt's der erste.

Wir versuchen vorher noch Bargeld abzuheben für den Fall das wir wieder Maut bezahlen müssen. Die Bank ist mit gleich zwei Securities hochbewacht, die mit ihren Brillen ein bisschen aussehen wie aus "Men in Black". Leider mag der Geldautomat Kreditkarten mit Chip nicht, so dass wir unverrichteter Dinge weiter fahren. 

Als wir hinter der Schotterpiste endlich in die nächste Stadt gelangen versuchen wir es noch einmal. Auch diese Bank hat Security, das scheint hier zum Standardprogramm zu gehören. Judiths Mastercard mag der Geldautomat nicht, zum Glück aber meine Visa und so sind wir wieder liquide.

Wir kommen an den Arenalsee, überall werden Immobilien mit See- und Vulkansicht abgepriesen und endlich geht es schneller = ca. 50 KMH statt wie vorher ca. 15 :) - vorwärts. Es dauert erstaunlich lang bis wir ein Restaurant auf der Seeseite finden - die meisten liegen auf der anderen Straßenseite und stoppen dann im Le Bistro, nachdem wir die German Bakery, die auch Bratwurst und Sauerkraut anpries, passiert haben. Im Le Bistro gibt es neben einem leckeren Mittagessen auch den erhofften Seeblick, denn wir können im Garten essen. 


Wir fahren weiter um den See und sind endlich in der Landschaft, die wir uns unter Costa Rica vorgestellt hatten: grün und dschungelartig. Und wir sehen endlich die Costa Ricanischen Nasenbären von Nahem. Sehr süß! Zudem haben wir noch einen tollen Blick auf den Vulkan Arenal.



Kurz vir dem Staudamm des Sees gibt es endlich einen Seezugang und wir halten nochmal an. Auch eine Tico-Familie badet dort mit Blick auf den Vulkan.

Als wir aufbrechen wollen hält ein großer Reisebus und spuckt Touristen aus. Gerade noch rechtzeitig. :) 

In La Fortuna finden wir das Hotel erst mit zwei Mal fragen, denn Adressen gibt es in Costa Rica kaum und so kann einen das Navi auch immer nur Richtung Stadtmitte führen. Mittlerweile verschwindet der Arenal völlig im Nebel, wir hatten also Glück ihn vorher so gut gesehen zu haben. 

Die Hotelpoolanlage lädt zum Entspannen ein und die drei super schnellen Wasserrutschen bieten Unterhaltung, wir schauen zu wir alle aus dem Tunnel geschleudert werden und mehr oder weniger grazil ins Wasser plumpsen. :)

Monday, April 13, 2015

Costa Rica - Monteverde: Der Adrenalinkick

Da wir in Costa Rica täglich Tiere sehen, gibt es ab jetzt in jedem Blogpost zuerst das Tier des Tages. ;) Heute: Tarantel und grüner Tukan.

Ich wache um 5:30 Uhr auf - ich hatte ja bereits 9 Stunden Schlaf:) - und schaue gespannt hinter die Vorhänge. Es regnet und kurzfristig überlegen wir, ob es der Costa Ricanische Wettergott nicht gut mit uns meint. Die Sonne zeigt sich dann aber doch und entschädigt mit einem Regenbogen.

Nach dem Frühstück - natürlich wieder mit Pinto Gallo - machen wir uns auf den Weg in die Stadt, um eine Nebelwaldtour zu buchen. Nach ein wenig Suchen werden wir fündig und um 10:30 Uhr geht's los. Zuerst führt uns Heller (oder wir er sagt "You can call me hell" :)) auf einer Tour über Hängebrücken, auf der wir neben vielen exotischen Pflanzen auch zwei Taranteln und einen grünen Tukan sehen. 

Die zweite Tour ist dann die SkyTram, eine Art offene Gondel, mit der man hochfährt und dann natürlich auch wieder runterkommt. Die andere Option zum Runterkommen ist über Seilrutschen, sprich man hängt gefühlte hunderte Meter über dem Boden an einem Drahtseil und rast auf die andere Seite. Judith und ich sind uns nicht sicher, ob wir uns das trauen, dürfen es aber einmal ausprobieren. Und: die Höhe macht eigentlich nichts aus und die Aussicht lohnt. Wir fahren also mit der Gruppe auf den Berg, alle bekommen noch eine heiße Schokolade, um den Blutzucker nach oben zu treiben und dann geht es rauf auf den ersten Turm, die Abschussrampe sozusagen.  Die Guides Elvis und Roy fragen uns noch einmal ob wir sicher sind, dass wir das machen wollen, denn nach der ersten Seilrutsche gibt es kein zurück mehr. Mir rast das Herz und es ist ein leicht mulmiges Gefühl zu wissen, dass ich dann nicht mehr aussteigen kann, aber ich will das ausprobieren. 

Die ersten zwei Seilrutschen sorgen für einen ordentlichen Adrenalinkick, die dritte bis siebte machen dann richtig Spaß und es ist gigantisch hoch über den Baumkronen des Nebelwaldes lang zu rutschen und den Ausblick auf den Golfo de Nicoya zu genießen. 

Zurück im Hotel testen wir dann noch den beheizten Pool. Man merkt die 1600 Meter Höhe, lang am Pool liegen kann man nicht. Dafür können wir vom Balkon aus dann noch einen wunderschönen Sonnenuntergang bewundern. 

Sunday, April 12, 2015

Costa Rica - San José --> Monteverde

Ich werde recht früh wach, immerhin ist Costa Rica zeitlich 8 Stunden hinter Deutschland und teste gleich mal die Kaffeemaschine in unserem Zimmer - mein erster Costa Ricanischer Kaffee. Sehr lecker, das können sie schon mal!

Man hatte mir vorher erzählt die Costa Ricanische Küche sei wenig spektakulär, sehr reis- und bohnenlastig. Beim Frühstücksbuffet gibt es Pinto Gallo, sozusagen das Nationalgericht Costa Ricas, was ich natürlich gleich probieren muss. Schmeckt gar nicht schlecht, mal schauen wie lange. :)

Um 9 Uhr ist unser Infogespräch und der Repräsentant geht mit uns die ohnehin schon sehr ausführlichen Reiseunterlagen nochmal durch, zudem gibt es eine Karte, auf der die Tour schon eingezeichnet ist und eine große Anzahl Flyer. Und ich stelle mal wieder fest, dass ich kein Pauschaltourist bin. Zum Glück hat es sich für diese Tour dann auch damit. Wir nehmen ein Taxi zur Autovermietung.

Dort angekommen sagt man uns, das Auto sei erst für 12 Uhr gebucht und daher noch nicht fertig. Es könne noch  einige Minuten, eine halbe oder auch eine Stunde dauern. Willkommen in Mittelamerka! :) Wir setzen uns also mit Buch hin, bewundern, dass allein hinter der Theke vier Mitarbeiter sitzen, obwohl wir die einzigen Kunden sind. Zwei von ihnen essen dann auch erstmal Nachos und unterhalten sich ein wenig. Zum Glück dauert es dann gar nicht so lang bis das Auto fertig ist. Los geht's!

Schnell wird klar, dass Autofahren in Costa Rica bedeutet ständig wachsam sein zu müssen, denn es ist alles auf der Straße, was sich irgendwie fortbewegen kann und Autos wird auch keinesfalls ausgewichen, auch wenn man eindeutig der schwächere Verkehrsteilnehmer ist. Nr. 1 für mich: ein Fahrradfahrer, der urplötzlich neben dem Auto auftaucht, während ich versuche mich auf die Überquerung der Bahnschienen zu konzentrieren und dabei auf der anderen Seite nicht in den Straßengraben zu fahren. In Costa Rica fällt die Straße nämlich rechts einfach ab, auch locker mal nen halben Meter. Als nächstes sind zwei Rollstuhlfahrer auf der Straße, im Laufe des Tages wird die Sammlung noch um Fußgänger, Fahrradfahrer und Hunde sowie sonstige Tiere erweitert.

Wir durchqueren Alajuela, gehen zum ersten Mal in einen Costa Ricanischen Supermarkt- eine Mischung aus lokalen, amerikanischen und europäischen Produkten - und fahren dann weiter zum Nationalpark Volcán Poás. Supermärkte sind in Costa Rica übrigens in Größenklassen eingeteilt und gehen vom "Mini Super", einer Ruhrpottschen Bude entsprechend bis hin zum "Mega Super", einer großen Supermarktkette.

Die Straße zum Vulkan rauf haben wir vier Jugendliche auf drei Motorrädern vor uns - drei Juns, einer mit einem Mädel hinten drauf - die betont cool und lässig fahren, z. B. nebeneinander, damit einer der Typen mit dem Mädel quatschen kann oder aber um beim Fahren Selfies zu machen. 

Leider sagt man uns an der Einfahrt zum Nationalpark, dass es so neblig sei, dass man nichts sieht. Wir drehen also sofort um, dafür lohnt sich der Eintritt nicht. Wir halten in einem Restaurant zum Mittagessen in der Hoffnung, dass es in der Zwischenzeit wieder aufklart. Leider Fehlanzeige. Also fahren wir weiter Richtung Monteverde.  Dazu müssen wir erstmal zurück nach Alajuela, allzuviele Straßen gibt es in Costa Rica nicht, und das Navi beschert uns einen ordentlichen Lachflash, weil es die spanischen Straßennamen konsequent deutsch ausspricht: "124/Localknowledge Avenida 10 - Jesús Ocaña Rojas" (was ansich ja schon mal ein geiler Straßenname ist) wird "124 Schrägstrich Lokalknoofledke Avenida 10 Jesus Okanarojas" ausgesprochen. Wir kriegen uns nicht mehr ein!

Wir kommen auf die erste Autostrada, die Maut garantiert die Fußgänger- und Hundefreiheit der Straße. Das Beste: sie führt uns ein Stück vorbei am Pazifik und wir können schon mal kurz die Füße reinhalten. Angenehm warm!


Die letzten 20 KM nach Monteverde sind unbefestigte Straße, gut, dass wir Allradantrieb haben! Es staubt wie Sau, aber der Sonnenuntergang ist traumhaft schön.


Saturday, April 11, 2015

DUS - MIA - SJO

Der Wecker klingelt um 6 Uhr, aber zum Glück gibt's im Hotel Mama den vollen Service inklusive geschmierten Broten und einer aufgeschnittenen Paprika (in Coata Rica soll man ja nix essen, was mit Leitungswasser gewaschen wurde, also schnell nochmal Gemüse essen) für unterwegs und Bahnhoftransfer.

Der NRW-Express ist pünktlich und leer - an das letzte Mal in diesem Zustand kann ich mich gar nicht mehr erinnern- und im Nu bin ich am Flughafen.

Der airberlin-Schalter ist ein erstes Erlebnis. Eine Familie (Vater, Mutter & Sohn) wagen es ein Foto zu machen, was die Angestellte nah an einen Wutausbruch bringt und sie drohen lässt, die Bundespolizei zu holen, wenn sie nicht freiwillig das Foto löschen. Die Vorgesetzte muss in jedem Fall hinzugezogenen werden. Die Kollgin am Nachbarschalter ist kaum besser drauf, in scharfem Ton fragt sie "Wer gehört hier alles zusammen?", um dann die übrigen Reisenden darauf hinzuweisen "Da hinter der Linie warten!". Es scheint für einen Samstag Morgen einfach noch zu früh für gute Laune zu sein.

Judith wartet schon am Gate und es geht pünktlich los nach Miami. Das nächste Highlight dann im Flieger als Judith es nach drei Stunden Flug und erst einem Becher zu trinken wagt, nach hinten in die Küche zu gehen und zu fragen, ob sie etwas zu trinken bekommen kann. Das wird von der Stewardess nur mit einem "Ist es dringend?" erwidert, sie würden gleich mit dem Service starten. Die Deutschen haben den Kundenservice halt einfach nicht erfunden. :) Umso größer die Vorfreude auf ein paar Stunden in den USA, dem Königreich ebendiesen. 

Los Wochos gibt es nun übrigens auch schon bei airberlin. Möglicherweise handelt es sich um eine verdeckte Kooperation mit McDonald's. :)

Die Bahamas bieten einen tollen Ausblick und dann sind wir auch schon fast in Miami.

Die fünf Stunden Zwischenstopp in Miami bieten genug Zeit für ein leckeres mexikanisches Abendessen und dann geht es mit einer Stunde Verspätung weiter nach Costa Rica.

Um 4:45 Uhr deutsche Zeit (also bereits SO) landen wir endlich in San José. Am Flughafen wartet dann auch schon unser Fahrer mit Namensschild, ein klein bissl VIP-Feeling kommt auf. :)

Um 6 Uhr deutsche Zeit, also nach 24h auf den Beinen falle ich dann endlich glücklich in mein Bett. Buenas noches!