Erstmal heißt es Willkommrn zurück in China. Das letzte mal war ich 2005 mit Eva hier. Mein Wasser, was ich am Flughafen kaufe, kommt zwar aus Österreich - ein Hoch auf die Globalisierug :) - ansonsten merke ich aber schnell, dass ich wieder in Asien bin. Meine Kreditkarte wird mit beiden Händen entgegengenommen und auch zurückgegeben.
Von Taipeh aus sind es nochmal 3:20h nach Ho Chi Minh City (HCMC). Gefühlt müsste ich eigentlich mindestens in Australien ankommen. :) Aber ich habe Glück und eine komplette 4er-Reihe für mich, also schnell noch ein bisschen Schlaf aufholen. Und auch meine Aufregung bezüglich des Alleinreisens war umsonst, denn gleich beim Umsteigen lerne ich Christiane kennen, die ebenfalls allein unterwegs nach HCMC ist.
Und dann ist es endlich soweit: Hallo, Vietnam! Die Einreise ist super unkompliziert und schnell. Die Deutsche in mir fragt sich zwar schon, ob das jetzt alles so hinhauen wird, immerhin habe ich zu meiner Tour nix Offizielles - keinen Voucher, kein gar Nichts. Wenn ich nicht die Tourbeschreibung ausgedruckt hätte, wüsste ich nicht mal in welches Hotel ich muss. Aber ich beschließe, dass das alles schon passen wird. Und Tatsache, am Ausgang steht Jemand, der ein Schild mit meinem Namen hochhält. Ich werde an den Taxifahrer weitergereicht, des angeblich Bescheid weiß. Natürlich muss ich dennoch den Namen meines Hotels nennen und werde gefragt, wo genau das sei. Frage 1 kann ich Dank meines Ausdrucks ja noch beantworten, bei Frage 2 muss ich passen. Der Taxifahrer ruft schnell einen Kumpel an und los geht's. Funktioniert auch ohne deutsche Organisation und ein Taxifahrer muss sich nicht zwangsweise richtig gut auskennen! :) Und auch jetzt merke ich: ich bin zurück in Asien. Überall Massen von Motorrollern und wir stehen im Stau. Da fahren die Roller schnell mal über den Bürgersteig, um zu überholen. Auch das geht.
Im Hotel weiß man zum Glück, dass ich eine Reservierung habe, auch wenn ich kein Dokument vorlegen kann, was das bestätigen würde. Kurz frisch machen und dann auf ins Gewimmel. Auf Maps.me sehe ich, dass es gut 30 Minuten Fußweg bis zur Kirche Notre Dame (die Franzosen lassen grüßen) und dem alten Postamt sind. Perfekt, da kann ich die Stadt gleich etwas näher kennenlernen und mich endlich auch ein bisschen bewegen. Kurz vor dem Ziel mache ich es mir kurz auf einer Parkbank in einem Minipark gemütlich und beschließe erstmal Mittagessen zu gehen. Dank Lonely Planet habe ich direkt in der Nachbarschaft ein leckeres Restaurant ausfindig gemacht. Draußen sitzen mit Blick auf den Park bei Sommerrollen und Hähnen-Mango-Salat. Perfekter Urlaubsstart! Christiane gesellt sich zu mir, wir trinken Jede noch eine Kokusnuss und dann laufen wir rüber zur Kiche und zum Postamt - vorbei an Tauben mit pinken und grünem Gefieder. Verrückt!
Wir lassen uns weitertreiben und kommen überall da vorbei, wo es laut Reiseführer Sehenswertes gibt - am Opernhaus, an einem weiteren Park und am Hindutempel, in dem wir gleich mal Räucherstäbchen für "Health, happiness & prosperity" anzünden. Was will man mehr? :)
Zum Abschluss des Tages gibt es noch eine Maniküre für 90.000 Dong (umgerechnet keine 4€). Ein perfekter erster Urlaubstage und ich falle müde und zufrieden ins Bett.




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